Lage und Klima:

Thessaloniki oder kurz Saloniki ist mit ca. 360.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Griechenlands und bildet das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region Makedonien. Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes unmittelbar am thermaischen Meer, wodurch mediteranes Klima herrscht. Im Februar liegen die Temperaturen durchschnittlich zwischen 2 und 12 Grad bei täglichen ca. 4 Sonnenstunden sowie 6 Regentagen.

Anreise und Verkehr:

Der Flughafen Thessaloniki wird sowohl als Passagier- als auch als Militärflughafen genutzt. Es bestehen regelmäßige Verbindungen nach Deutschland (u.a. Aegean Airline und Germanwings) und weiteren europäischen und nicht-europäischen Städten. Eine direkte Anbindung an das Schienensystem besteht jedoch nicht. Der ca. 15 km entfernte Hauptbahnhof von Thessaloniki kann aber mit den Buslinien 78 und 78N, sowie natürlich mit Taxi erreicht werden. Innerhalb der Stadt besteht ein gut ausgebautes Netz aus Busverbindungen der OASTH. Eine Metro befindet sich erst in Bau und soll 2018 eröffnet werden.

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Glückauf Schalker,

nachdem unsere Mannschaft die Gruppenphase der Europa League als Gruppensieger hinter sich gebracht hatte, bescherte uns die Losfee für die kommende Runde ein Wiedersehen mit dem griechischen Vertreter PAOK Saloniki.

Genau 1.275 Tage nach dem verheerenden Polizeieinsatz in der Nordkurve mit zahlreichen verletzten Schalkern, kommt es erneut zu diesem brisanten Duell. Das Aufeinandertreffen wird sicherlich für keinen von uns ein Spiel wie jedes andere, zu prägend waren die Vorfälle aus dem August 2013.

Auch 3,5 Jahre später wirft die anstehende Partie schon im Vorfeld ihre Schatten voraus. Am 06. Februar 2017 gab es ein durch unsere Fanabteilung einberufenes Treffen, zu welchem Vertreter der bekannten Fanorganisationen (Supporters Club, Fan-Ini, SFCV, Schalker Fanprojekt und Ultras GE) geladen waren. Hier wurden unter Anwesenheit unserer Sicherheitsbeauftragten und dem Pressesprecher unseres Vereins, die wichtigsten Informationen zum anstehenden Auswärtsspiel in Saloniki mitgeteilt. Neben organisatorischen Punkten, wie dem vorgegebenen Treffpunkt und dem Transport zum Stadion, wurde aber auch eine Vorgabe der Verantwortlichen aus Saloniki übermittelt: Fans mit mazedonischer Staatsangehörigkeit sollen keinen Zugang zum Stadion erhalten, um unseren FC Schalke 04 wie bei etlichen anderen internationalen Auswärtsspielen zu unterstützen. Des Weiteren sind jegliche Fanutensilien mit Bezug zum Verein Vadar Skopje oder zu Mazedonien strikt verboten. Durch mehrfache Ausweis- und Kartenkontrollen soll dieses Verbot durchgesetzt werden. Auf unsere klare Nachfrage, was mit den Personen geschehen werde, die bei den Kontrollen mit mazedonischem Pass aufgegriffen werden, konnten zu diesem Zeitpunkt keine eindeutigen Angaben gemacht werden. Wir erhielten lediglich die Info, dass Vereinsvertreter sich in diesem Punkt in klärenden Gesprächen befinden würden. Unabhängig von der betroffenen Nationalität und unserem persönlichen Bezug zu den Anhängern von Vadar Skopje, sind wir schockiert über diese Vorgaben und die Vorgehensweise der Offiziellen von PAOK Saloniki.

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“Wir alle, auch die Polizei Gelsenkirchen, wollen die Bilder von 2013 nicht wieder sehen.” So sprach Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer über das vergangene und zukünftige Saloniki-Spiel. Doch Fehler räumt die Polizei bis heute nicht ein.

“Fest steht, dass die umstrittene Fahne keinen Straftatbestand erfüllt. Dies müssen alle zur Kenntnis nehmen und berücksichtigen.” So twitterte die Polizei Gelsenkirchen von der Pressekonferenz. Das lässt hoffen, man habe dazugelernt.

Doch eine Entschuldigung für die 87 Verletzten, von der ist nichts zu lesen oder zu hören. Ganz im Gegenteil: “Der gemeinsame Appell von Verein und Polizei an alle Fans lautet daher, sich friedlich zu verhalten, die eigene Mannschaft lautstark und emotional zu unterstützen, sich dabei nicht provozieren zu lassen und auch selbst nicht zu provozieren sowie sich von Gewalt und Gewalttätern zu distanzieren.” Also sind doch die Fans schuld, die – siehe oben – doch eigentlich gar nichts falsch gemacht haben.

Und noch eines oben drauf: “Eins muss klar sein, wir werden keine rechtsfreien Räume dulden …” – welche denn? Es gab doch keine strafbare Handlung? “… und gegen Strafttäter konsequent einschreiten.” Nur dann nicht, wenn die Straftäter aus den eigenen Reihen stammen. Alle Verfahren gegen Polizisten wurden kurzerhand und rasch eingestellt.

Wir haben auch einen Appell – an die Polizei: Geben Sie endlich zu, dass es – im Rückblick – eine falsche Entscheidung gewesen ist, wegen eines Stücks nicht rechtswidrigen roten Stoffs einen Block zu stürmen und mit “Multifunktionsstöcken” und Pfefferspray unterschiedslos auf Kinder und Jugendliche loszugehen. Ach ja, wie sagen Sie selbst? “Gewalt gegen Frauen, Kinder und Familien ist nicht tolerierbar.” Zugegeben, in einem anderen Zusammenhang, aber in der gleichen Pressekonferenz.

Entschuldigen Sie sich drei Jahre nach einem menschlichem Fehler mit tragischen Folgen bei den Opfern dieses Einsatzes, denn auch wir sind Ihrer Meinung: “Gewalt hat im Stadion nichts zu suchen.” Auch nicht durch die Polizei.

Das Schalker Heimspiel gegen Paok wurde, wie heute bekannt gegeben wurde, um einen Tag vorverlegt und auch noch auf 18 Uhr terminiert. Das nährt naturgemäß im Netz Verschwörungstheorien.

Das gehe auf die Polizei zurück, so wird vermutet. Man wolle so verhindern, dass Griechen anreisen – die ihre Reise vermutlich schon gebucht haben dürften. Verein und UEFA haben da mitgespielt – mussten sie ja, wenn man bedenkt, wie schwer es sonst ist, ein Spiel verlegen zu lassen. Die UEFA hat sich bisher gegen so etwas immer gesperrt.

Natürlich ist es nicht verwerflich – ganz im Gegenteil -, dass Polizei und Verein sich Gedanken machen, wie sie die Zuschauer schützen sollen. Da darf auch eine Spielverlegung nicht tabu sein. Doch warum erst jetzt? Die Weiberfastnacht gibt es schon seit 1824 und findet immer am Donnerstag vor Aschermittwoch statt. Anders gesagt: Der Termin ist seit fast 200 Jahren bekannt und sollte eigentlich niemanden überraschen.

Doch warum auch noch 18 Uhr? Ein ungewohnter Zeitpunkt in einer Fußballwelt, wo die Fußballverbände und die Fernsehsender eigens Personal abstellen, dass ja zur gleichen Sekunde angepfiffen wird – so lange er nicht von Außen Grünes Licht bekommen hat, darf ein Schiedsrichter gar nicht anpfeifen. Die Uhrzeit wurde nicht erklärt.

Hinzu kommt: Die Verletzungen, die die Fans in der zu schützenden Kurve erlitten, wurden nicht durch die griechischen Fans verursacht, sondern von den drei Kohorten, die mit grenzwertiger Schlagkraft in die Nordkurve stürmten. Dass die Anhänger aus Paok die Nordkurve hätten stürmen wollen, gehört in das Reich der Mythen, wie sich herausgestellt hat, egal, wie es in dem Moment dem Einsatzleiter dargestellt hat. Ein weiterer Grund, sich über die Kurzfristigkeit der Maßnahme zu wundern.

Zwei Dinge zeigt dieses schwach bis gar nicht erklärte Vorgehen aber deutlich: Zum einen, dass es von Seiten der Polizei immer noch keine Fehlerkultur gibt oder gar das Vermögen, ihren Fehler auch nach drei Jahren einzugestehen. Zum anderen, dass der Verein entgegen aller Beteuerungen weiterhin willig alles tut, was die Polizei verlangt – egal, ob es gut begründet und sinnvoll ist oder nicht.

„Salzburg auswärts“ – sicherlich nicht das Highlight meiner internationalen Schalke-Karriere. Da kann die Stadt noch so schön sein, die Jungs von der Austria sich noch so tapfer gegen den modernen Fußball wehren, so steht trotzdem über alldem dieses Krebsgeschwür eines Konstruktes, fest eingenistet in den Wirren des Paragraphendschungels der Verbände. Erschaffen aus einem Topf voll Geld, sich bewegend in den Ligen Europas, aber trotzdem von Anfang an eine seelenlose Totgeburt. Gewöhnen werden wir uns hoffentlich nie da dran. Dennoch mahnt das Beispiel Hoffenheim, dass irgendwann doch eine gewisse negative Gewohnheit eintritt, wenn es zum zehnten Mal aufs Dorf geht. Nun ja, nun fällt mir beim Schreiben auf, dass ich bisher ausschließlich auf diesen kack „Verein“ eingehe. Wie immer bei solchen Themen, ist es ein schmaler Grad zwischen „aufmerksam machen“ und „zu viel Aufmerksamkeit geben“. Da dies aber in erster Linie ein Spielbericht sein soll, höre ich damit mal auf. Die Dampfdrucksättigung hat bereits begonnen und wir wollen ja schließlich nicht, dass etwas platzt.

Bei aller Aufregung nach dem Los hat, wie oben angesprochen, diese Stadt ja doch viel zu bieten. In den Bergen gelegen, mittelalterlich erhalten und voller leckerem Essen in den vielen kleinen Gassen. Da ich nicht im wunderschönen Gelsenkirchen wohne, sondern ein paar hundert Kilometer weiter nördlich, war die Entscheidung auf dem Knallsuff im Sonderzug (nicht alle wollten in Salzburg sitzend Tee trinken) zu verzichten und dafür mit der Perle zwei Nächte in Salzburg zu verbringen, nicht schwer. ICE-Fahren ist auch nicht mehr so teuer und so gleiteten wir elegant durch die Bundesrepublik, bis sich schließlich die weißen Türen öffneten und zwei Schalker auf den Bahnsteig plumpsten. Jeder, der im Laufe der Tage den Hauptbahnhof und sein Umfeld kennenlernen musste, wird wissen, was wir in diesem Moment gefühlt haben: „Das soll Salzburg sein?“ In meinem romantischen aber kleinen Hirn malte ich mir doch Salzburg als eine (Zeit)reise in das Märchenwunderland aus und nun das? Genauso hässlich wie jedes Bahnhofumfeld und zu allem Überfluss begrüßte uns vor dem Eingang gleich eine Wanne der deutschen(!) Bundespolizei. Steuerverschwendung allez.

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Es ist ja nicht so, als wäre das Kunstprodukt aus Leipzig ohnehin schon unbeliebt bei Fans aller Couleur. Der erst 7 jährige Retortenclub von Ralf Rangnick hat dem Ganzen am Samstag beim Heimspiel gegen Schalke durch das Verhalten auf dem Platz noch die Krone aufgesetzt.

Bereits in der ersten Spielminute täuschte Timo Werner ein Foul im Strafraum vor. Fährmann konnte in der Situation die Arme auch nicht weiter wegziehen. Trotzdem hat es nicht gereicht, um die Fehlentscheidung von Schiedsrichter Dankert nicht mehr abzuwenden. Wie man solch eine Entscheidung treffen kann, bleibt Dankerts Geheimnis, denn selbst aus dem Gästeblock im Oberrang war klar ersichtlich, dass das eine Schwalbe war.

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